Userin wurde 1346 erstmals urkundlich als Woseryn erwähnt. Der Name Woseryn bedeutet Brandrodung, denn die Senke am sonst steil ansteigenden Ostufer des Useriner Sees (damals Vylym See genannt) wurde durch umfangreiche Rodungen geschaffen. Zuerst gab es sieben Bauernhöfe, 1505 lebten schon 10 Bauernfamilien hier. Seit 1498 heißt das Dorf Userin.
Der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren im Dorf, da kaiserliche Truppen den Bauern Pferde, Ochsen, Kühe und Schafe abnahmen. Als Folge des Krieges und dreier Pestseuchen verödete das Land Mecklenburg und ein starker Rückgang der Bauernstellen wurde verzeichnet. 1669 existierten in Userin nur noch 5 Bauernhöfe. 15 Jahre später waren es bereits wieder acht Bauernfamilien
1778 wurde eine neue Kirche geweiht, nachdem die erste 1633 abbrannte und eine 1703 von Handwerkern und Bauern neu erbaute schon nach wenigen Jahren mit Stützen abgesteift werden musste, da sie schief gedreht war.
Die Menschen im Dorf arbeiteten auf den Feldern, im Wald und fischten Es gab Handwerker wie Schmied, Schuhmacher und Stellmacher. 1875 lebten in Userin 309 Menschen, darunter ein Erbpächter, sechs Halbbauern, 23 Büdner und ein Häusler.
Durch die direkte Lage am Useriner See hatten die Einwohner immer ein besonderes Verhältnis zum Wasser. Bewohner und Urlauber fanden und finden Erholung beim Schwimmen, Rudern, Paddeln, Angeln und im Winter beim Schlittschuhlaufen. Ab den 1950-er Jahren entwickelte sich der Tourismus. Wasserwanderer entdeckten die schöne Gegend, es gab ein Pionierlager an der „Schwemming“; Zeltplätze und zwei Kinderferienlager entstanden. Das Dorfbild wurde durch zahlreiche, freiwillige Arbeitseinsätze verschönert.
Auch nach Gründung der DDR wurde das Leben im Dorf von der Arbeit in der Landwirtschaft geprägt. 1960 wurde eine LPG Typ I mit genossenschaftlicher Viehhaltung gegründet und 1967 die LPG Typ III. Die Bevölkerungszahl wuchs nicht allein durch die im Dorf verbliebenen Flüchtlinge und Vertriebenen. Langsam entwickelte sich auch das kulturelle Leben wieder.
Die Einwohner veranstalteten wieder Erntefeste, Kinderfeste, Maifeiern und Maskenbälle; im Dorfkrug fanden Tanzveranstaltungen und Kinovorführungen statt. Organisiert wurde alles vom Dorfklub, der Gemeinde, einer ab 1973 bestehenden Kulturgruppe und der DFD-Gruppe (Demokratischer Frauenbund Deutschlands). Die Freiwillige Feuerwehr spielte ebenfalls immer eine große Rolle in Userin.
1973 wurden die Dörfer Userin und Groß Quassow zur Gemeinde Userin zusammengeschlossen. Dazu gehörten auch Voßwinkel, Lindenberg, Useriner Mühle und Zwenzow.
1978 wurde eine Konsumverkaufsstelle gebaut, Straßen wurden befestigt und Gehwege angelegt.
Die Auflösung der DDR brachte eine Menge Veränderungen. Die LPG, in der viele arbeiteten, wurde aufgelöst. Bauland wurde erschlossen und die Einwohnerzahl wuchs.
Heute präsentiert sich Userin als modernes, attraktives Dorf und die Einwohner und zahlreichen Urlauber können sich über viele Attraktionen und Errungenschaften freuen.
Es gibt zwar inzwischen nur noch einen Campingplatz und die Kinderferienlager wurden geschlossen, dafür wurde aber eine Ferienhaussiedlung gebaut und es entstanden viele Privatunterkünfte. Die ehemalige Konsumverkaufsstelle wird privat geführt, die Gaststätte ist mittlerweile leider geschlossen.